Wahl 2023


Positionspapier Gemeindetag Baden-Württemberg
Kommunaler Landes verband kreisangehöriger Städte und Gemeinden

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Ute Göbelbecker kandidiert in Dettenheim

Bürgermeisterin Ute Göbelbecker möchte ihre achtjährige Arbeit in Dettenheim fortsetzen und steuert eine zweite Amtszeit an. Begonnene Projekte und Maßnahmen möchte Sie fortführen und zugleich neue wichtige Aufgaben anpacken.

Mit Stolz blickt sie auf das gemeinsam Erreichte zurück. Dabei war ihre bisherige Amtszeit von drei großen Krisen geprägt: Die Flüchtlingskrise 2015/16, Corona und jetzt der Krieg in der Ukraine.  

Trotzdem, die Begegnungen mit den Einwohnerinnen und Einwohnern, den Vereinen, das konstruktive Miteinander im Gemeinderat und Ortschaftsrat sowie die gute Zusammenarbeit mit ihrem Rathausteam motivieren sie zur erneuten Kandidatur. Gewohnt tatkräftig möchte sie den zusammen eingeschlagenen erfolgreichen Weg weitergehen und die Zukunft von Dettenheim aktiv gestalten.

Die Mitteilung über ihre erneute Kandidatur gab sie in der öffentlichen Sitzung des Gemeinderats am 03. Mai in der Rußheimer Pfinzhalle bekannt. Dort erfolgte auch die Beschlussfassung der mit der Wahl verbunden formalen Beschlüsse.

Die 56-Jährige absolvierte nach dem Abitur ein Studium an der Hochschule für öffentliche Verwaltung in Kehl. Sie arbeitete bis zur Wahl als Bürgermeisterin der Gemeinde Dettenheim im Jahr 2015 beim Landratsamt Karlsruhe in verschiedenen Ämtern.

Die gebürtige Dettenheimerin wuchs im Ortsteil Rußheim auf, wohnt jetzt mit Mann und Kindern im Ortsteil Liedolsheim. Seit 2019 ist Sie Mitglied im Kreistag des Landkreises Karlsruhe.   


„Die Gemeinde ist ein lebendiger Organismus“
Dettenheims Bürgermeisterin Ute Göbelbecker spricht über Rathausstrategien

(BNN Interview vom 6. September 2022, mit freundlicher Genehmigung von A.Werner/BNN)

Dettenheim. Kommunen bereiten Fachkräftemangel und häufige Wechseln zunehmend Schwierigkeiten, vakante Stellen und vor allem Führungspositionen zu besetzen. In Dettenheim offenbart sich das Problem im Bauamt, seit Amtsleiter Philipp Köhler ins Rechnungsamt wechselte. Nun wird er zum Jahresende das Rechnungsamt nahe seiner Wohngemeinde in Kronau übernehmen. Mit Bürgermeisterin Ute Göbelbecker sprach unser Mitarbeiter Alexander Werner über die Lage im Rathaus, Herausforderungen und Strategien am Ende ihrer ersten Amtsperiode.

Zeichnet sich Licht am Horizont bei der Personalsuche auf?
Göbelbecker: Die Personalwechsel sind für mich derzeit ein großes Thema. Bei den Amtsleitern waren persönliche Gründe ausschlaggebend. Allgemein spielen häufig Wohnortsnähe und Verdienstmöglichkeiten eine wesentliche Rolle. Viele Kommunen spüren die Entwicklung bei Vakanzen und wenigen Bewerbern. Wir haben jetzt Bewerber für beide Amtsleiterstellen. Ich hoffe und bin zuversichtlich, dass wir beide Positionen zeitnah neu besetzen können und absehbar wieder in einen geordneten Rhythmus kommen.

Welche Folgen zeitigt die Vakanz im Bauamt und für Sie selbst?
Göbelbecker: Es gibt sicher Engpässe und teils Verzögerungen bei Arbeitsaufträgen. Dazu kommen auch Übergänge in den Ruhestand. Wir haben zum Glück erfahrene Mitarbeiter, die zusätzliche Aufgaben übernehmen. Für mich bedeutet es, dass ebenso viel Zusätzliches auf meinen Tisch kommt. Derzeit lauf einige wichtige Projekte. Die Erschließung des Baugebiets Hagäcker/Weglangenäcker läuft an. Die Sanierung des Wasserwerks ist ein großes Thema. Dazu steht die Sanierung der Dettenheimer Straße an.

Hat das Einfluss auf Ihre Vorbereitungen zur Bürgermeisterwahl Ende Januar?
Göbelbecker: Das ist für mich nicht vordringlich und ich stelle es zurück. Es wird von den vielen Verwaltungsaufgaben überlagert. Niemand weiß, wie die Situation im Herbst ist, wie prekär die Gasmangellage wird, wie sich die Coronapandemie und die Flüchtlingszahlen entwickeln. Unklar ist, inwiefern ein Wahlkampf im Fall neuer Beschränkungen möglich sein wird. Diese Frage macht aber grundsätzlich auch die Verwaltungsplanung schwierig.

Was haben Sie sich für eine zweite Amtsperiode vorgenommen?
Göbelbecker: Vieles ist auf den Weg gebracht worden. Das möchte ich weiter begleiten. zum Abschluss bringen und gleichzeitig neue Projekt anstoßen. Wichtig ist mir, das Neubaugebiet Kirchfeld III nördlich des Nettomarkts anzugehen sowie das Gewerbegebiet Mönchfeld, das noch mögliche Habitate der Haubenlerche ausbremst. Bei Wohnbaugebieten ist gesellschaftlicher Konsens, dass Außenflächen nicht ausufernd in Anspruch genommen werden dürfen. Insofern bedeutet Innenentwicklung eine Herausforderung, die sozialverträglich und zur örtlichen Struktur passend gestaltet werden muss. Im Ganzen ist eine Gemeinde ein lebendiger Organismus. Das gibt es immer viel zu tun.

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(mit freundlicher Genehmigung von A.Werner/BNN)
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